Druckansicht - Wednesday 22. May 2013

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Olympia-Sportler werden auch seelsorglich bestens betreut

 

Religionszentum im Olympiadorf bietet interreligiöse Seelsorge für Athleten und Funktionäre - Kathpress-Themenpaket zu den 30. Olympischen Sommerspielen in London

 

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London (KAP) Die mehr als 10.000 Athleten aus aller Welt, die ab 27. Juli bei den Olympischen Sommerspielen in London um Medaillen kämpfen, werden auch seelsorglich bestens betreut. Im Olympischen Dorf hat das lokale Organisationskomitee ein spezielles interreligiöses Seelsorgezentrum mit eigenen Gottesdiensträumen für die fünf größten Glaubensrichtungen - Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus - errichtet. Knapp 200 Seelsorger verschiedenster Religionsgemeinschaften werden sich dort um die Sportler und Verbandsfunktionäre kümmern. Das Religionszentrum steht aber auch den Tausenden Organisations- und Medienmitarbeitern bei den Spielen offen.

Einige Nationen wie Deutschland oder auch Österreich überlassen trotz des Angebots auch beim Thema "Religion" nichts dem Zufall und bringen ihre eigenen Olympia-Seelsorger nach Großbritannien mit. Die österreichische Mannschaft wird vom Salesianerpater Bernhard Maier betreut, der in London bereits zum 16. Mal bei Olympischen Spielen dabei ist. "Olympia-Kaplan" Maier ist in der deutschsprachigen Pfarre in London untergebracht. Neben seinen regelmäßigen Besuchen bei den österreichischen Sportlern wird er auch die katholische Seelsorge im Olympischen Dorf unterstützen.

Als Erkennungszeichen werden die Geistlichen im Olympiadorf Ausweiskarten und Anstecker tragen, auf denen das Wort "Faith" (Glaube) mit einem Globus und den Logos der Olympischen und Paralympischen Spiele zu sehen ist. Einen Entwurf mit den Symbolen sämtlicher neun teilnehmenden Glaubensrichtungen habe hingegen nicht die Akzeptanz aller Religionsvertreter gefunden, hieß es im Vorfeld von Seiten der britischen Olympia-Organisatoren.

Olympia fällt diesmal in den Ramadan

Eine besonderer Herausforderung bringen die Spiele in London für viele muslimische Olympiateilnehmer mit sich. Die Wettkämpfe finden dieses Mal nämlich genau in der Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan statt, in dem Muslimen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang u.a. das Essen und Trinken untersagt ist.

Das vom anglikanischen Priester Duncan Green geleitete Olympiavorbereitungskomitee für religiöse Dienste hat daher ein tägliches "Fastenbrechen" für die teilnehmenden Muslime organisiert. Lebensmittel, die den islamischen Speisevorschriften entsprechen, werden 24 Stunden am Tag verfügbar sein. Zusätzlich sind auf Wunsch spezielle Essenspakete erhältlich, die die Athleten vor Sonnenaufgang zu sich nehmen können. Bei muslimischen Organisationsmitarbeitern wird laut Green darauf geachtet, dass diese nicht wegen ihrer Tätigkeit extra Flüssigkeit zu sich nehmen müssen. "Wir haben unserer Personalleiter angewiesen, dass Mitarbeiter, die die den Fastenmonat einhalten, beispielsweise nicht einen ganzen Tag lang auf einem Parkplatz ohne Schatten eingesetzt werden", sagte Green dem Sender "Voice of America".

"Sportler, die das Fasten einhalten, werden sehr früh am Morgen aufstehen müssen, um etwas zu essen", sagte Mohammed Abdul Bari, der als Direktor der größten Moschee Londons auch Mitglied im Religionsbeirat der Olympia-Organisatoren ist. Er sieht die größte Herausforderung für die Athleten denn auch nicht bei der Nahrungsaufnahme, sondern beim unregelmäßigen Schlaf: "Wie sie das beeinflusst, hängt von ihrer individuellen Belastbarkeit und Praxis, aber auch von ihrer Entschlossenheit ab."

 

 

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